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 Coca-Cola Truck-Modell 1:16

gebaut von Lars Thiede

Die Einzelteile des Trucks wurden in einer Autolackiererei mit einem Basislack in Coca-Cola-Rot gespritzt.Anschließend habe ich diese Teile mit 1000er Schleif-papier nass angeschliffen - nur ganz leicht,,bis sich die Flächen in einem matten Glanz zeigten.Das ist nötig,damit die Airbrush Farben und später auch der Klarlack gut haften. Bevor es dann an das abkleben geht werden die Teile noch mit Silikon-Entferner gereinigt. Danach sollten diese Teile nicht mehr mit bloßen Fingern berührt werden jeder Fettfleck hinterläßt hinterher im Klarlack seine Spuren.Am besten,man montiert die Einzelteile mit Doppelklebeband auf einer Holzplatte,reinigt dann - und schon kann es losgehen.. Zu den Farben:Ich benutze ausschließlich spezielle wasserlösliche Airbrush-Acrylfarben der Firmen Schmincke oder Createx,die wasserfest auftrocknen.Diese Farben können mit Wasser verdünnt werden,die Arbeitsmittel wie Airbrush oder Pinsel werden mit Wasser bzw.einem speziellen Reiniger,der die Farben auch in trockenem Zustand anlöst,gereinigt. Da diese Farben meistens transparent sind,ist es zwingend notwendig den Untergrund weiß zu grundieren. Es gibt einige dieser Farben auch deckend,meistens wird aber mit den lasierenden Farben gearbeitet. Die Farben trocknen matt auf und sind auch gegen mechanische Einflüsse nicht besonders resistent.Deshalb muss eine Airbrush-Arbeit auf Blech oder Kunststoff auf jeden Fall mit einem 2K Klarlack aus der Autolackiererei geschützt werden.Ein Klarlack aus der Spraydose ist nicht so widerstandsfähig,glänzt nicht so,und wird mit der Zeit stumpf.

Am Computer wurden die einzelnen Seiten für den Truck entworfen. So kann einerseits die Anordnung der Objekte auf dem Truck bestimmt werden, andererseits kann man dem Auftaggeber diese Bilder präsentieren und mit ihm das Design abzustimmen. Eventuelle Änderungen lassen sich dann am (hoffentlich) gespeicherten Bild einfach vornehmen. Später kann man die Bilder im Originalformat drucken und sie als Vorlage für die Masken nutzen.Auf drei DIN A4 Seiten verteilt wurde das Motiv für die linke Seite des Aufliegers gedruckt. Die Ausdrucke habe ich bündig zusammengeklebt. Auf einem großen Bogen Transparentpapier werden die Umrisse der Cola-Flasche und der Eisbären durchgepaust, die Linien dann mit einem Skalpell geschnitten.

Der Bereich, der das Motiv erhalten soll, muß nun mit weiss grundiert werden. Also wird der Bereich, der keine Farbe erhalten soll mit der Negativ-Schablone geschützt. Dazu schneide ich nahe der Kontur rechteckige Löcher in die Schablone. Über die Löcher klebe ich Kreppband, so daß die Schablone auf dem Untergrund fixiert wird. Mit einer Rotring-Airbrush und 0,4mm Düse wird flächig weiss gespritzt - dabei achte ich darauf, an den Kanten aus der Richtung der Schablone aufs Blech zu spritzen damit keine Farbe unter die Schablone gelangen kann.

Mit einer losen Maske werden die Eisbären und der Bereich des Etiketts abgedeckt und mit ein paar Gewichten beschwert. Dann wird die Cola-Flasche Schicht für Schicht gespritzt. Hierfür verwende ich diverse rot und braun - Töne.

Hier wurde die Maske bereits teilweise entfernt. Die Grundfarbe der Flasche ist soweit ausgearbeitet, Feinheiten werden später ergänzt. Mit einer braun-schwarz Mischung und ohne Maskierung habe ich die Wölbungen der Flasche angedeutet.

Jetzt kommt meine Lieblingsbeschäftigung: Das Schneiden von Schriftzügen... Für die Etikett-Beschriftung wird nun ein selbstklebender, transparenter Maskierfilm aufgezogen. Den Schriftzug habe ich von einem Etikett gescannt, per Computer die Größe angepasst und dann ausgedruckt. Bevor der Maskierfilm auf das Blech geklebt wird, wird er auf den Computerausdruck geklebt. Mit einem Folienschreiber werden die Konturen der Schrift nachgezogen. Der Maskierfilm haftet nicht sehr stark, so lässt er sich leicht vom Ausdruck abziehen. Nun kann der Maskierfilm mit den gezeichneten Konturen auf dem Blech plaziert werden. Mit dem Skalpell wird entlang der Linien geschnitten - möglichst so, dass nur der Maskierfilm geschnitten und nicht der Untergrund verletzt wird. Da der Untergrund weiss ist, die Schrift weiss bleiben soll, bleibt der Schriftzug und der Rand des Etiketts mit Maskierfilm bedeckt, alles andere wird enfernt. Rundrum wird alles lose abgedeckt, damit kein Overspray auf anderen Teilen der Illustration landen. Der freigelegte Bereich wird jetzt mit rot gespritzt.
Nach entfernen der Masken müssen die Buchstaben noch einen Schatten erhalten. Es wäre viel zu aufwendig, hierfür auch Masken zu schneiden - also greife ich zum Pinsel und ziehe die Schattenlinien damit nach.
Jetzt wird die Colaflasche weiter ausgearbeitet. Mit einer losen Maske wird die typische Flaschenstruktur mit einer schwarz-braun Mischung angedeutet. Hier wird mit einer losen Maske gearbeitet, um den Hell/Dunkel Kontrast nicht zu weich ineinander übergehen zu lassen. Glas ist ein hartes, glattes Material, hier kommt es gerade bei Formveränderungen zu harten Farbübergängen.
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